Google Ads: Neuigkeiten für Werbetreibende

Josefin Schade / 25. März 2022

Neue Zeitrahmen, Maßnahmen und Kriterien – diese Neuerungen erwarten Sie zukünftig beim Überprüfungsverfahren bei Google Ads

Ab 31. März 2022, mit einer zweimonatigen Anlaufzeit, ändert sich das Überprüfungsverfahren von Google. Damit werden die beiden derzeitigen Verfahren „Überprüfung der Identität von Werbetreibenden“ sowie „Bestätigung der Geschäftstätigkeiten“ vereinheitlicht und zum „Überprüfungsverfahren von Werbetreibenden“ zusammengefasst. Der Prozess soll damit vereinfacht werden. Es ergeben sich neue Zeitrahmen und Durchsetzungsmaßnahmen. Doch was genau ist dann anders?

Wir haben die Änderungen für Sie übersichtlich zusammengefasst.

Vereinheitlichung der verschiedenen Verfahren

Haben Sie ein Google Ads Konto und schalten regelmäßig Anzeigen, wird Sie Google gegebenenfalls auffordern, ein Überprüfungsverfahren durchzuführen, in dem Sie Ihre Identität und Geschäftstätigkeit bestätigen. Damit will Google eine sichere und vertrauenswürdige Werbeumgebung für Nutzer schaffen.

Google wird Sie per E-Mail und in Ihrem Ads-Konto benachrichtigen, wenn Sie das Verfahren durchlaufen müssen.

Das vereinheitlichte Verfahren läuft grundsätzlich so ab:

  • Zuerst werden Sie aufgefordert, allgemeine und grundlegende Informationen zum Unternehmen Dabei werden Ihnen Fragen z. B. zur Branche und der Rechnungsadresse Ihres Unternehmens gestellt. Sie haben dann 30 Tage Zeit, um diese Fragen zu beantworten.
  • Abhängig von den Angaben in den allgemeinen Informationen werden Sie zu zusätzlichen Überprüfungsschritten weitergeleitet. Google fordert Sie dann beispielsweise auf, Ihre Identität und/ oder Ihre Geschäftstätigkeit zu bestätigen. Für diese weiterführenden Überprüfungen haben Sie dann weitere 30 Tage Zeit, um sie erfolgreich durchzuführen.

Zum Vergleich: Bisher mussten Sie das Verfahren zur Identitätsüberprüfung innerhalb von 30 Tagen starten und hatten 30 Tage Zeit, es abzuschließen. Anschließend hat Google Ihnen zur Bestätigung der Geschäftstätigkeiten nur 21 Tage Zeit gegeben. Bevor das Ads-Konto dann gesperrt wurde, gab Google nochmal einen Kulanzzeitraum von 7 Tagen.

Bei Nichterfüllung oder Nichtdurchführung wird Ihr Google Ads-Konto pausiert

Im Falle einer Nichtdurchführung beider oder einer Nichterfüllung der Anforderungen beim zweiten Schritt, Ihre Geschäftstätigkeit zu bestätigen, kann es künftig zu einer Pausierung Ihres Google Ads-Kontos, nicht mehr sofort zu einer Sperrung, führen.

Ihr Ads-Konto bleibt damit weiterhin aktiv, allerdings können Sie erst wieder Google Ads-Anzeigen schalten, wenn Sie alle erforderlichen Schritte durchgeführt und alle Anforderungen erfüllt haben.

Welche Kriterien gelten nun für die Auswahl der Werbetreibenden, die sich der Überprüfung unterziehen müssen?

Die wesentlichen Auswahlkriterien für das Überprüfungsverfahren haben sich nicht geändert. Dafür führt Google zusätzliche Kriterien ein:

  • Unternehmen, die bei markenbezogenen Suchanfragen Anzeigen schalten
  • Branchen, die anfällig für Betrug oder Missbrauch sind (z B. Reisen, Finanzdienstleistungen oder Kundensupport)

Das Überprüfungsverfahren klingt zwar im ersten Moment aufwendig, allerdings kann die Durchführung einer Überprüfung bei Suchanfragen, die Einschränkungen unterliegen, möglicherweise zu einer besseren Kampagnenleistung beitragen.

Google kann allerdings auch ein sofortiges Pausieren Ihres Ads-Kontos einleiten. Kriterien dafür sind beispielsweise:

  • Ihre Anzeige verstößt gegen die Google Ads-Werberichtlinien
  • Ihre Werbe- oder Geschäftspraktiken könnten sich negativ auf Nutzer auswirken, beispielsweise Vorspiegelung falscher Tatsachen oder nicht autorisierte Dienstleistungen im Namen Dritter
  • Google geht davon aus, dass Sie das Überprüfungsverfahren umgehen möchten oder
  • Ihr Unternehmen oder Ihr Werbeverhalten ist für Google unklar

Weitere Änderungen

Durch eine neue und verbesserte Benutzeroberfläche können Sie nun bei Ihren Zahlungs- und Abrechnungseinstellungen das Überprüfungsverfahren einleiten, Status und Fortschritt verfolgen und Infos zum Verfahren nachlesen.

Außerdem setzt Google auf das Thema Transparenz & Offenlegung.
Wie gewohnt, müssen Sie als Google Ads-Werbetreibender den rechtsgültigen Namen des Unternehmens oder den eigenen Namen zusammen mit erforderlichen Nachweisen einreichen. Google fügt dann entsprechend Ihren Angaben in der Offenlegung in Anzeigen Ihren Namen und Ihren Standort ein. Nutzer können diese Informationen über die Schaltfläche „Infos zur Anzeige“ sowohl bei Google Suchanzeigen, als auch bei Displayanzeigen und bei Anzeigen auf YouTube aufrufen.

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